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  • Ostfriesische Teezeremonie

Lassen Sie sich einmal von dem Zauber einer echten ostfriesischen Teezeremonie einfangen. In Greetsiel gibt es zahlreiche romantische Teestuben. Daneben werden auch Teeseminare angeboten. Hier ein paar Tipps für denjenigen, der seine Teetied in der Ferienwohnung abhalten möchte:

Teegeschirr mit Kluntjes-Zange und Rahmkelle  Vorbereitung des Tees:
  - Teegeschirr aus der
     Vitrine nehmen (Bitte nachher per 
     Hand abwaschen).
  -  Heißes Wasser in die Kanne.
     Kanne damit anwärmen.
     Nach 2-3 Minuten Wasser
     ausschütten.
  - Teeblätter vom Ostfriesentee
     hinein (keine Beutel). Pro Tasse
     etwa 1 Löffel + 1 Zusatzlöffel.
   - Kanne mit kochendem
     Wasser zu 1/3 auffüllen.

- Nach 2-3 Minuten Kanne mit kochendem Wasser bis zu 3/4 auffüllen.
- Kanne auf Stövchen setzen.
- Tee 3 Minuten (stimulierende Wirkung) oder 5 Minuten (beruhigende Wirkung)   ziehen lassen.
- Kandis und Sahne bereit halten.

Teezeremonie:
Wir sprechen hier nicht vom bloßen Durstlöschen. Nehmen Sie das Teetrinken als meditatives oder auch nur als besinnliches Ereignis in Ihrer kuscheligen Ferienwohnung. Dazu ein Gedicht, das ich in einem Café in Papenburg entdeckt habe:

Tee up Ostfreeske Maneer

Touerst de Kluntje innerdrin,
nu sgenk de heete Tee man in.
Denn sall dat Knistern Di beglücken,
wenn de Kluntje fallt in Stücken.
Een Löpel Röhm noch - dat is klor,
kummt bold dat Wulkje wunnerbar.
Denn Sluck för Sluck de Tee probeern,
man jo nich mit de Löpel röhr´n!
Un is de Teestünn denn förbi,
pust ut dat Lücht, dat ra ick Di!
Smeckt Di de Tee up ostfreeske Maneer,
dann kom gau mal weer.


Wer Lust hat, kann sich das Ostfriesische Teemuseum Norden anschauen. Hier erfahren Sie alles über den Tee, seine Herstellung, seinen Vertrieb und die unterschiedlichen Trinkkulturen.

  • Ostfriesischer Nationalsport: Boßeln

  Wenn Sie samstags außerhalb der Hauptsaison
  von Greetsiel nach Norddeich fahren, treffen Sie
  häufig auf ein Schild, das es außerhab von
  Ostfriesland nicht gibt: "Vorsicht Boßeln." Bei
  solchen Gelegenheiten gehört die Landstraße
  den Boßelvereinen. Ich sehe das Boßeln als eine
  Extremvariante des Kegelns an. Die Wettkämpfer
  schleudern die kleine Plastik- oder Holzkugel bis
  zu 400 m weit. Die besseren unter ihnen
  beherrschen verschiedene Techniken, nutzen die Straßenlage und -beschaffenheit aus, versehen die Kugel mit einem Drall und kommen so um Kurven und über Steigungen. Wer die Regeln genauer kennenlernen will, kann sich hier informieren. Eine kleine Broschüre zum Boßeln liegt in der Schublade des Wohnzimmerschranks.

   Fahren Sie also besonders vorsichtig, 
   wenn Sie das Schild sehen. Oder stei-
   gen Sie aus und schauen Sie zu. Wenn Sie
   selbst einmal teilnehmen möchten, ver-
   mittele ich Ihnen gerne eine Anschrift, 
   wo Sie selbst einmal die Boßelkugel in die
   Hand nehmen können. Es werden Ihnen
   vor Ort Boßelkurse und Seminare zum
   "Ostfriesenabitur" angeboten, wobei das
   Boßeln dazugehört.
  • Ostfriesische Familiennamen

Hausfassade mit Namensschrift, direkt am HafenDie ostfriesische Landschaft - rau und dennoch liebenswürdig - drückt sich in ihren Bewohnern und ihren Familiennamen aus. Bis ins 19. Jahrhundert nannten sich Onno und Manno nur beim Vornamen. Familiennamen waren verpönt. Auch Napoleon schaffte es mit seinen Gesetzen nicht, den Ostfriesen einen festen Familiennamen zuzuordnen. Das wurde erst 1874 anders, als in Ostfriesland die Standesämter eingeführt wurden. Ein besonderes Vorrecht haben sich die Friesen aber doch erhalten: Der Vatersname darf in Ostfriesland - und nirgendwo sonst - im Genitiv als Zwischenname benutzt werden (sog. Patronyme). Heißt der Vater Hermann Jacobs Poppinga, so darf der Sohn Jan Harms (kommt von Hermann) Poppinga genannt werden. 

Schlendern Sie doch einmal durch die Greetsieler Gassen und Wege oder über den Friedhof an der Kirche und schauen Sie sich die Namensschilder mit den uralten ostfriesischen Namen an.

  • Begegnung mit Störtebeker

Besucher der Leybucht vor Greetsiel wissen oft nicht, dass sie auf Störtebekers Spuren wandeln. Wer einen Ausflug ins nahe gelegene Marienhafe unternimmt, kann kaum noch erahnen, dass Marienhafe mal einen eigenen Hafen besaß, nachdem die Sturmfluten in den Jahren 1373 und 1377 der Stadt einen natürlichen Hafen verschafft hatten. Auf der Flucht vor Verfolgern rettete sich Störtebeker mit Vorliebe in die Leybucht. Von dort konnte er weit bis ins Binnenland hinauffahren und praktisch mit dem Schiff bis vor die Marienkirche vorfahren. Dies geschah mit Billigung der in Marienhafe residierenden Häuptlingsfamilie tom Brok, die ihm im Turm Zuflucht und Unterstützung gewährte.
Das Störtebekerdenkmal auf dem Marktplatz von Marienhafe erinnert auch heute noch an einen der frühesten Touristen in der Leybucht.

Der Störtebekerweg ist ein Radweg, der von Leer über Emden nach Wilhelmshaven führt. Zwischen Campen und Norden hat er seine schönsten Stellen. Mein Vorschlag: Holen Sie doch mal eines der Fahrräder aus meinem Gartenhaus heraus und erkunden Sie auf dem Fahrradsattel den Störtebekerweg. Es lohnt sich.

  • Von Krabben und Krabbenkuttern

"Greetje", die Greetsieler Krabbe. Bekannteste Meeresfrucht an der Nordsee ist der Granat, das ist die schmackhafte kleine Nordseekrabbe. Diese Delikatesse wird Ihnen überall in Greetsiel in unterschiedlichen Zubereitungsarten serviert. Außerhalb der Nordseeregion müssen Sie schon in ein Delikatessengeschäft gehen, um die frische und unverdorbene Ware zu erhalten. Mein Tipp: Kaufen Sie den Granat gleich nebenan beim Fischereibetrieb Siebrands an der Kleinbahnstraße, die fischen selber, frischer geht's nicht. Bereiten Sie sich selbst einmal in Ihrer Wohnung ein leckeres Krabbengericht zu. Oder testen Sie mal eine Krabbenmahlzeit in einem der vielen Fischlokale. Greetsiel hat viele tolle Lokale. Selbst in den Imbissbuden werden Ihnen für kleines Geld appetitliche Krabbengerichte serviert. Mein Tipp: Schauen Sie mal im alten Fischerei-Genossenschaftsgebäude am Kalvarienweg im Greetsieler Ortskern vorbei, da betreibt einer der größten deutschen Krabbenfänger, die Firma de Beer, das SB - Fischrestaurant "Greetje" mit 88 Innen- und 10 Außensitzplätzen.

Der Granat ist ein typisches Tier des Wattenmeeres. Von Greetsiel aus brechen ca. 30 Krabbenkutter auf, um den Granat aufzuspüren. Schauen Sie sich die stolze Flotte einmal im Hafen an. Lassen Sie sich vor Ort die Fangtechnik erklären und schauen Sie zu, wie der reiche Fang gleich auf dem Schiff gekocht wird, damit er nicht verdirbt. Wenn Sie Glück haben, werden Sie vielleicht von
einem Granatfischer auf Krabbenfang mitgenommen. Die Krabbenschiffe mit den typischen Auslegern und Schleppnetzen sind das Greetsieler Wahrzeichen. Regelmäßig fahren die Kühlwagen an, die den Granatfang zur weiteren Verarbeitung in die Kühlhäuser fahren. Sie haben die Gelegenheit,  bei der Verladung des Granats dabei zu sein.

Krabbenpulen ist eine ungeliebte Arbeit. Die ortsansässigen Firmen schwören immer noch auf das Pulen mit der Hand und schauen verächtlich nach Cuxhaven, wo doch tatsächlich Krabbenpulmaschinen eingesetzt werden. Wenn Sie selbst einmal pulen wollen, dann sollten Sie Folgendes beachten:

  • Rechtshänder halten den Kopf des Tieres zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand.
  • Mit der anderen Hand wird mit leichtem Drehen am Schwanzende gezogen.
  • Oft löst sich die Schale nicht richtig, dann bricht man die Schalenhälften auf und klappt sie vom Krabbenfleisch weg.

Mein Vorschlag: Holen Sie sich bei Siebrands nebenan eine Packung Garnelen- und/oder Lachsspieße. Dann den Grillwagen aus dem Gartenhaus aufstellen und ein paar leckere Spieße grillen. Die Mengen, die Sie kaufen müssen, sind zwar etwas zu groß für Ihren Urlaubsbedarf. Den Rest nehmen Sie aber mit nach Hause, wo Sie den schönen Urlaub buchstäblich nachschmecken können.

  • "Wir haben Langeweile"

Hier ein paar Vorschläge, wenn die Kids Langeweile haben. Aber auch sonst sind die vorgeschlagenen Ausflugsziele einen Besuch wert.

Weltnaturerbe Wattenmeer vor Ihrer HaustürIhr Erlebnisbad gleich nebenan: Oase Greetsiel 7 ostfriesische Inseln und Helgoland laden zu Tagesausflügen ein.
Ocean-Wave in NorddeichNicht nur für Kinder einen Besuch wert: Seehundstation in Norddeich mit Irrgarten, Golfplatz und dem Märchenschiff Waloseum in Norddeich
Auto- und Spielzeugmuseum an der NordseeKunsthalle Emden ("Henri-Nannen-Museum")Ihr Unterhaltungsprogramm am Abend: Sehr kleines Haus
Störtebekerturm in MarienhafeDer schiefste Turm der Welt, nicht in Pisa, sondern in Suurhusen.Schillig hat einen unwahrscheinlich langen natürlichen Sandstrand. Unbedingt besuchen.
Schlosspark Lütetsburg: Immer einen Besuch wert.      Wird demnächst  
           erweitert.